Rezension des Werkes „Wahlpflichtfach Schach 6. Klasse, Schülerband“ von Bernd Mallmann, Nohen (Verlag Chaturanga) 2018

Thomas Fliegner

von Thomas Fliegner

 

Die Stadt Trier scheint ihren Schülern einiges zu bieten. So gibt es seit 2018/19 eine Bridge AG am Friedrich-Spee-Gymnasium in Trier Ehrang, und auch im Bereich Schach ist Trier durch die Trierer Schulschachstudie weithin bekannt. Nun kommt aus dieser Stadt auch ein 10 Bände umfassendes Werk für das Wahlpflichtfach Schach. Es wurde von Bernd Mallmann und dem Chaturanga Verlag veröffentlicht, wobei die Schülerbände als Lehr- und Arbeitsbücher und die Lehrerbände als Methodenbücher konzipiert sind.

Ich beschäftige mich hier mit dem Schülerband für die 6. Klasse. Der Autor, Jahrgang 1966, ist Lehrer und Schachpädagoge, war lange Jahre Schulschachreferent für Rheinland Pfalz und wurde von der Deutschen Schulschachstiftung zum Deutschen Schachlehrer 2015 gekürt.

In sechs Modulen hat er für den Anfänger umfangreiches Material auf 106 Seiten vorgelegt. Hier gibt es Systematisches für Anfänger und Fortgeschrittene in drei Modulen. Daneben erfährt man etwas über die Herkunft des Schachspiels und über die großen SchachspielerInnen. Neben den Partien, gibt es biografische Angabe zu den Spielern.

Es fehlen auch nicht gängige Eröffnungsfallen und eine Übersicht über die Einteilung der Eröffnungszüge, und der Schüler erfährt etwas über die Integration des Schachspiels im Schulalltag.

Das Buch ist mit vielen Diagrammen, Arbeitsspeichern und Arbeitsaufträgen und Wissenspeichern ausgestattet. Also ein gut durchdachtes Konzept.

Einige kleine Kritikpunkte, die bei einer Neuauflage berücksichtigt werden sollten: Insgesamt erscheint mir die Aufteilung und Unterteilung der Seiten mit Balken und Kästchen nicht förderlich für die Lesbarkeit des Textes zu sein. Aus dem gleichen Grund sollten man Partien und Biografisches trennen. Die Hinweise zu Aufbau des Werkes und wie man damit arbeiten soll bringt der Autor am Ende des Werkes, sie gehören meiner Meinung nach an den Anfang.

Die Großbuchstaben für die Diagramme könnten wie international üblich durch Kleinbuchstaben ersetzt werden. Die Wertigkeit der Figuren (Seite 16) sollte mit der Bauerneinheiten eins beginnen. Bei den Kurzpartien (Seite 29) sollte die gebräuchliche Notation verwendet werden. Die Aufteilungen der Eröffnungen (Seite 83 bis 86) ist sehr unübersichtlich. Bei der Partie von Steinitz (Seite 47) hätte man den Gegner, von Bardeleben, nennen können.

Ungeachtet dieser kleinen Schwächen kann ich den Kauf des Buches aber uneingeschränkt empfehlen.

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